Satsang - Darshan mit Prembuddha
                    Der ewige Moment als das Herz von allem



Leben
Das Bereitsein einer Blume,
sich vom Wind bewegen zu lassen.
Leben
Das Bereitsein einer Wolke, heimatlos zu sein,
sich zu verändern in jeder Sekunde.
Leben
Das Bereitsein des Mondes, sich nicht geringer zu fühlen,
als die Sonne und nicht grösser, als ein Staubpartikel
in einem Lichtstrahl.
Leben
Das Bereitsein der Nacht, dem folgenden Morgen
in der Dämmerung zu begegnen und zu sterben
für den neuen Tag.
Leben
Zu lieben ohne Mass,
sich hin zu geben ohne Sinn,
sich zu verschenken
an das Leben.
Nichts zu sein und deshalb alles....

Prembuddha


Heimkommen

Ein schöner inniger Morgen hebt die indische Sonne milchig fliessend über die nahen Vorberge des Himalaya..
Das tiefe Rauschen und Murmeln des Flusses. Das Schreien der Kinder an seinem Ufer. Das Rufen und Lachen der Frauen, welche feine bunte Tücher in den noch morgenfrischen, nach Staub, Wasser, Kräutern riechenden Wind halten, um sie nach dem Waschen zu trocknen. Eine Kuh legt sich neben meinem Körper auf Tuchfühlung auf den staubigen Uferweg. Ich tätschle die Kuh mit einer Hand, begrüsse sie mit einem OM.
Und sie begrüsst mich mit einem Muh, das sich auch wie OM anhört.
Gerade wird für einen Verstorbenen das Feuer einer Verbrennungszeremonie entzündet. Bald steigt Rauch, erst weiss dann grau, in den böigen Wind und es wirbelt und tanzt. Der Wind bläst in die Glut des Feuers und lässt sie lustvoll aufglühen. Zwei Kinder setzten sich zur Kuh und mir, sagen nichts, schauen nur mit grossen, schwarz glänzenden Kirschaugen zu mir. Sie kichern und lachen hell und innig. Ich lache zurück. Sie freuen sich und kichern noch mehr. Das eine Mädchen hat ihren Arm um das andere geschlungen.

Am Ufer des Flusses brennt die Leiche dahin. Eine Krähe sitzt beobachtend und dann und wann laut krächzend auf einem hohen Mast.
Die beiden Kinder summen Lieder. Ich summe mit. Die Kuh muht mit. Die Krähe krächzt mit. Und der Wind verteilt die Töne und Düfte und Eindrücke im Tal.
Einheit. Einfachheit. Friede.
Alles stimmt ein mit seinem SoSein. Ewiger Moment. Es fehlt nichts und nichts ist zuviel.
So, wie es sich zeigt. Jetzt. Es ist still.
Es ist und bleibt still, bleibt das, was es immer schon war und immer sein wird. Still. Und es hat nicht den geringsten Anschein von etwas persönlichem.
Das Feuer der Zeremonie ist fast erloschen. Die Mädchen sind nach hause geschlendert, nachdem sie mir noch eine Blume ins Haar gesteckt haben. Die Kuh zog auch irgendwann weiter.
Alles ist hingegeben und in bester Ordnung.

Prembuddha

Prembuddha

Prembuddha hat "erkannt", dass die wahre Natur von allem Stille ist. "Egal, wie das Leben sich dir zeigt, im Grunde bist du reine Stille." Prembuddha vermittelt diese Erkenntnis auf eine innige, herzliche, oft auch nachdrückliche und nicht selten humorvolle Art. Die Stille, "welche allem zugrunde liegt" (Prembuddha), ist in seiner Gegenwart stets als sehr präsent spürbar. Seiner Wachheit und Aufmerksamkeit scheint nichts zu entgehen. Und so werden in seinen Darshans Ego und Verstand nicht geschont und Dinge beleuchtet, welche wir menschlichen Wesen doch mit aller Kraft in der Versenkung versteckt halten: wohl nicht, weil wir an ihnen hängen, eher, weil sich über die Jahre eine Angst in uns breit gemacht und ihren Stachel tief in unsere Herzen gebohrt hat: die Angst davor, zu sein, was und wie wir wirklich sind. Doch: "Wenn die Sonne die Knospe berührt, wird sie erblühen", sagt Prembuddha. Und weiter: "Dazu sollte der Verstand, welcher zu mächtige Schatten auf deinen Garten wirft, zu einem grossen Teil aus  der Sonne gehen".

Was durch Prembuddha vermittelt und geteilt wird, scheint direkt von dieser stillen und sehr energetischen Quelle zu kommen und im Zeichen grössten Respekts und Mitgefühls für alles, was die Schöpfung hervorbringt, zu stehen.
Und vielen fällt es leicht, in Prembuddha`s Gegenwart auf diese Stille zu treffen.
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